Pazifik wird zu heiß für Korallen am Barrier-Reef
Größte jemals beobachte Korallenbleiche vor Australien
Das Barrier-Reef vor Australien erleidet derzeit die größte, jemals beobachte
Korallenbleiche. Ursache dafür ist nach Angaben von Wissenschaftlern der Marine
Park Verwaltung die globale Erwärmung. Beobachtungen aus der Luft ergaben,
dass nahezu 60 Prozent der Riffe im Marine Park Anzeichen von Korallenbleiche
zeigen. Das Phänomen des Farbverlustes ist eine Folge von Umweltstress. Es
entsteht, wenn mikroskopisch kleine, in den Korallen lebenden Algen, ihre
Behausung verlassen, weil etwa das Wasser zu warm wird, oder mit Umweltgiften
belastet ist. Einige Korlallenarten können diesen Exodus überleben, wenn die
Algen, mit welchen sie in Symbiose leben, bald wieder einziehen; andere Arten
sterben unmittelbar nach dem Verlust der Algen ab.
Nicht alle 640 Riffe im Marine Park sind von der Korallenbleiche gleichermaßen
betroffen. Am schlimmsten zeigte sich das Phänomen in der Nähe der Turtle Island Group,
wo nach Angaben der CRC Reef an einigen Riffen 50-90 Prozent der Korallen bereist
abgestorben sind. Nach Angaben der Marine Park Verwaltung wird der Großteil der
Korallen an den andern Riffen allerdings überleben. Die Park-Verwaltung nennt das
Ereignis eine massive und eindringliche Warnung vor dem was passieren könnte, wenn
die globale Erwärmung nicht gestoppt wird.
Den Wissenschaftlern zufolge kann es mehrere hundert Jahre dauern, bis ein abgestorbenes
Korallenriff sich wieder von einer Korallenbleiche völlig erholt hat. Die Erholung und
Wiederansiedlung wird zudem behindert, wenn sich Pflanzen auf dem Riff angesiedelt
haben, weil sich zuviel durch Menschenhand eingebrachte Nähstoffe im Wasser befinden,
oder wenn Pflanzen fressende Fische, Seegurken oder Schnecken fehlen.
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