Katastrophales Artensterben vor Kenias Küsten
Experten sprechen von größtem Fischsterben Ostafrikas.
Frankfurt/ Main, 1.Februar - Entlang der kenianischen Küste kommt es seit einigen Tagen zu einem katastrophalen Artensterben. Auf rund 1000
Kilometer Länge werden Manta-Rochen, Haie, Segelfische, sowie tote Meeresschildkröten an Land gespült. Wie der World Wildlife Fund (WWF) am Freitag
in Frankfurt/Main mitteilte handelt es sich bei den verendeten Tieren sowohl um um boden- und küstennah lebende Arten, wie Oktopusse oder Conger
als auch um Hochseefische. Der WWF vermutet, dass die Meerestiere möglicherweise durch eine rätselhafte plötzliche Vermehrung toxischer Algen
vergiftet werden. Die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Katastrophe sind enorm.
„Ein derart großes Fischsterben
wurde in Ostafrika noch nie beschrieben. Seit dem letzten Auftreten von El Niño im Jahr 1998 wurde von zwei ähnlichen Fällen in Somalia berichtet,
die aber nicht dieses Ausmaß erreichten.“, berichtet Julie Church, Expertin des WWF, die in Kenia das nationale Umweltschutzprogramm für die
marine Region leitet. Der Tod der Meerestiere hat neben den großen ökologischen Auswirkungen weitreichende soziale und wirtschaftliche Folgen.
Experten,
die mit der Untersuchung betraut sind, haben bislang keine ausreichende Erklärung für die Katastrophe gefunden. Das Auftreten einer „Red Tide“
genannten Massenblüte giftiger Algen - die die Meeresoberfläche rotbraun färben – kommt normalerweise nur bei warmen, ruhigem und nährstoffreichem
Wasser vor. Die See vor Kenia ist aber derzeit rauh und windig. Deshalb vermuten die Biologen, dass es möglicherweise eine andere Quelle für
das tödliche Gift geben könnte.
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